Spielberichte Frauen

Oberliga Baden-Württemberg

Stark ersatzgeschwächt mussten die Ost-Frauen in Derendingen antreten. 4 verletzte Stammspieler sind nicht zu ersetzen, das spiegelte sich auch in der 1.Hälfte wieder. Eine spielstarke Heimmannschaft hatte von Anfang an das Heft in der Hand. Ost versuchte mit Kampf und Einsatz dagegenzuhalten, was auch bis zur 42.Min. gelang. Es genügte nur eine kleine Unaufmerksamkeit, und schon war es passiert. Bis dahin hatte Gina Krimmel im Tor schon die eine oder andere Chance vereitelt, war aber beim letzten Angriff der Derendinger ohne Chance. Mit 1:0 ging es in die Pause.

In der 2. Hälfte lief es nach Umstellungen von Trainer Filipovic etwas besser, besonders die Einwechslung von Antonia Eckhardt zeigte Wirkung. Ost erspielte sich einige vielversprechende Chancen, die leider alle ungenutzt blieben. 15 min. vor Schluss setzte  der Trainer  auf volle Offensive. Ost rannte nochmal an und somit ergaben sich noch Kontermöglichkeiten für den Gastgeber. Es blieb aber beim verdienten Sieg für Derendingen. Für die Gäste aus Stuttgart bleibt die Hoffnung auf schnelle Rückkehr der Verletzten.

Die Ostlerinnen gingen stark ersatzgeschwächt in ihr zweites Heimspiel. Vier Spielerinnen (Mowlai, Lindig, Rometsch, Eckhardt) mussten verletzungsbedingt passen. Zudem gingen fünf Spielerinnen angeschlagen in die Partie, sodass sich die etatmäßige Torhüterin Gina Krimmel als Feldspielerin auf die Bank setzen musste.
Gegen den Mitaufsteiger konnten die Ostlerinnen an die guten kämpferischen Leistungen der Vorwochen anknüpfen. Jedoch fehlte erneut die letzte Durchschlagskraft, sodass man nach Spielende wieder mit leeren Händen dastand.
Wie bereits gegen Tettnang war Ost feldüberlegen und betrieb viel Aufwand. Nach einem Angriff über die rechte Seite stand Sallie Buhr in der 25. Minute frei vor dem gegnerischen Tor. Ihr Schuss wurde abgeblockt und der Ball landete vor den Füßen von Franka Zimmerer. Die Stürmerin brachte das Kunststück fertig, den Ball aus fünf Metern über das völlig freistehende Tor zu schießen.
In der zweiten Halbzeit das gleiche Bild. Nach Rückpass von Franka Zimmerer scheiterte Lisa Kröper (60. Min.) aus acht Metern an der Torhüterin. Drei Minuten später setzte Catharina Schwägler einen Kopfball knapp über das Tor. In der 75. Minute kamen die Gäste nach einem Konter zum ersten Mal gefährlich vor das Tor. Giulia Titze, die mit ihren 16 Jahren ihr erstes Oberligaspiel absolvierte, konnte den Schuss mit einem tollen Reflex parieren. In der letzten Viertelstunde versuchten die Ostlerinnen nochmal alles. Allerdings fehlte es in vielen Aktionen an Ruhe, Übersicht und Genauigkeit.
Wie man es besser macht, zeigte der Gast aus Waghäusel. Tettnang brauchte am 1. Spieltag auf der Waldebene drei Torchancen für zwei Tore. Waghäusel machte aus zwei Torchancen, den einen goldenen Treffer. Eckball, Kopfballverlängerung, Tor (85. Min.).

Fazit:  
Das sehr junge Team von der Waldebene macht vieles richtig. In den entscheidenden Momenten fehlt aber noch die Kaltschnäuzigkeit und Effizienz. Diesen Lernprozess mit schmerzhaften Niederlagen müssen die Spielerinnen nun durchschreiten, um gestärkt zurück zu kommen.
Roland Filipovic

- Bravouröse Leistung im Kollektiv bringt den ersten Punkt -
 
Leidenschaft, Einsatzbereitschaft und Teamwork - das waren die Zutaten für den ersten Punktgewinn unserer Ostlerinnen in der Oberliga.
Beim favorisierten Karlsruher SC spielte Ost von der ersten Minute frech auf. Der KSC verfügte zwar über die besseren Einzelspielerinnen und die reifere Spielanlage. Die besseren Torchancen erspielten sich jedoch die Ostlerinnen.
Bereits in der 5. Minute wurde ein Freistoß von Catharina Schwägler gerade noch von der Linie gekratzt. Es entwickelte sich eine Partie, in der Karlsruhe mehr Ballbesitz hatte und Ost auf sein Umschaltspiel setzte. So wie in der 27. Minute. Nach einem lehrbuchmäßigen Konter über Lisa Kröper und Franka Zimmerer streifte der Abschluss von Eva Augustin knapp am Tor vorbei. 
In der zweiten Halbzeit zunächst ein ähnliches Bild. Franka Zimmerer wurde in der 52. Minute per Steilpass auf die Reise geschickt. Ihr Torschuss aus 20 Metern klatschte an die Latte. Im weiteren Verlauf wurde der Druck des KSC immer größer. Die Ostlerinnen verteidigten diszipliniert und setzten den Matchplan hervorragend um. Dennoch kam der KSC in der 75. Minute zu seiner einzigen herausgespielten Torchance. Nach einer Flanke landete der Kopfball am Außenpfosten vom Kasten von Gina Krimmel. Es war der letzte Höhepunkt einer intensiven, aber jederzeit fairen Partie.
 
Fazit: In puncto Einsatzbereitschaft und Leidenschaft wird dieses Spiel der Maßstab für die restliche Saison sein.